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FORSCHUNGSPROJEKT: „WIE VERÄNDERT DIGITALISIERUNG DIE ARBEITSWELT

In einem interdisziplinären Forschungsvorhaben der Lehrstühle Wirtschaftspsychologie (Prof. Dr. Annette Kluge, Ruhr-Universität Bochum) und Wirtschaftsinformatik, insbesondere Prozesse und Systeme (prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau, Universität Potsdam) sollen die Auswirkungen der zunehmenden Computerisierung auf die Arbeitswelt untersucht werden.

DIGITALISIERUNG: KAUM AUSWIRKUNGEN AUF DIE ZAHL DER ARBEITSPLÄTZE

Die gängige Vorstellung über die Auswirkungen der Digitalisierung am Arbeitsmarkt schwanken zwischen Hoffen und Bangen: Während die einen befürchten, dass der digitale Wandel Arbeitsplätze im großen Stil vernichtet, hoffen die anderen darauf, dass mit der Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft Vollbeschäftigung einkehrt. Und nach und nach melden sich auch diejenigen zu Wort, die davon ausgehen, dass künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Digitalisierung zusammengenommen dazu führen, dass niemand mehr arbeitet.

NEUE ACHTTEILIGE SERIE ZUM THEMA GESCHÄFTSPROZESSMANAGEMENT

Der digitale Wandel erlaubt völlig andere Ansätze bei der Gestaltung von Geschäftsprozessen im administrativen Umfeld. Dies gilt sowohl für die Wirtschaft als auch die öffentliche Hand, wo Optimierungspotenziale von 30 bis 80 Prozent zu erwarten sind. Dabei ist es aber notwendig, dass nicht einfach nur bestehende Prozesse weiter optimiert werden, sondern im Zuge der digitalen Möglichkeiten völlig neue Geschäftsprozesse modelliert werden. Das dafür notwendige Knowhow ist aber in den Fachabteilungen der Unternehmen und Organisationen oftmals gar nicht vorhanden – kann aber aufgebaut werden.

BITKOM: ERP-SYSTEME WERDEN ZU DIGITALEN PLATTFORMEN

Zur Industriemesse hat der Hightech-Verband Bitkom ein aktualisiertes Positionspapier zu Entwicklungen und Trends im ERP-Umfeld insbesondere mit Blick auf die Entwicklungen im Cloud Computing und im Internet der Dinge verfasst. Zentrale Aussage darin: ERP-Systeme entwickeln sich zu Online-Plattformen, die offen sind für Apps und Add-ons Dritter. Damit, so die Prognose, beschleunigt sich die Weiterentwicklung der ERP-Plattformen durch die Dynamik einer offenen Entwicklergemeinde.

KURZPORTRAIT ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Gesamtsieger wurde die ZF Friedrichshafen AG in der Kategorie „Prozessunterstützung“, wobei die Nutzendarstellung und der Brownfield-Ansatz überzeugten. Vorgestellt wurde von dem führenden Automobilzulieferer das aus einem Projekt entwickelte Produkt ZF CAA – für Computer Aided Assembly – am Beispiel des Getriebe-Zusammenbaus. Dabei werden nicht nur verschiedene Daten aus unterschiedlichen IT-Werkzeugen wie CAD, ERP und PLM integriert, sondern auch mehre Arbeitsplätze durch Konnektoren im Wertschöpfungsprozess zusammengefasst.

KURZPORTRAIT CONTACT SOFTWARE GMBH

Mit ihrem innovativen Life-Cycle-Ansatz und einem klaren Bekenntnis zu Open-Source-Frameworks konnte sich der Anbieter Contact Software GmbH in der Kategorie „Internet of Things“ des Wettbewerbs „Fabriksoftware des Jahres“ durchsetzen. Das Unternehmen ist auf Lösungen rund um das Product Life Cycle Management und Lösungen rund um das Internet der Dinge spezialisiert. Mit Contact Elements for IoT lassen sich Prozesse für smarte Geschäftsmodelle schnell und effektiv umsetzen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der digitale Zwilling.

KURZPORTRAIT SOFTWARE4PRODUCTION GMBH

In der Kategorie „Industrie 4.0“ des Wettbewerbs „Fabriksoftware des Jahres“ setzte sich das Unternehmen software4production GmbH durch, das mit seiner offenen Systemarchitektur hohe Plattformtauglichkeit unter Beweis stellte. Die ausgefeilten Brownfield-Szenarien – also die Integration moderner Lösungen in bestehenden Architekturen – überzeugten hier die Jury. software4production sieht sich als „Problemlöser der Industrie“ im Umfeld von Industrie 4.0, Digitalisierung, Automation, Künstlicher Intelligenz und ERP-Erweiterungen.

KURZPORTRAIT CSB SYSTEM AG

Der Software-Anbieter CSB System AG siegte mit seiner gleichnamigen ERP-Suite in der Kategorie „Komplettlösungen“ des Wettbewerbs „Fabriksoftware des Jahres“, wobei die Jury besonders die Tatsache überzeugte, dass hier ein Produkt angeboten wird, das auch kleineren und mittleren Anwenderunternehmen den Schritt in Industrie 4.0-Projekte eröffnet wird. Mit CSB Factory ERP können Werke an unterschiedlichen Standorten in einer Konzernstruktur unterhalb eines „Group-ERP“-Systems – typischerweise SAP – dezentral gesteuert werden.

KURZPORTRAIT JUNGHEINRICH AG

In der Kategorie „Logistik“ des Wettbewerbs „Fabriksoftware des Jahres“ setzte sich die Jungheinrich AG mit ihrem Lösungsansatz durch, der vor allem durch einen detailliert durchgerechneten Kundennutzen überzeugte. Das Jungheinrich Warehouse Management System (WMS) verwaltet, steuert und optimiert den gesamten Materialfluss im Lager und sorgt damit branchenunabhängig für effiziente Prozesse. Die auf dem Markt derzeit einzigartig benutzerfreundliche Oberfläche des WMS ermöglicht eine einfache und effiziente Bedienung sowie kurze Einführungs- und Schulungszeiten.

FABRIKSOFTWARE DES JAHRES: DIE BESTEN DER BESTEN

In einer öffentlichen Präsentation werden am 15. und 16. Februar die Finalisten im Wettbewerb „Fabriksoftware des Jahres“, der erstmals vom Anwendungszentrum Industrie 4.0 am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Prozesse und Systeme der Universität Potsdam ausgetragen wird, die Preisträger unter sich ausmachen. Die Präsentationen vor einer namhaften Jury finden parallel zum Fabriksoftware-Kongress 2018 des GITO-Verlags, Berlin, im Frankfurter Sheraton Airport Hotel und Conference Center statt.

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